New Kid on the Block – wie neue Parteien die parlamentarische Streitkultur ändern (können)

Von Politikerinnen und Politikern erwarten wir nicht weniger, als dass sie realistische Antworten auf die drängendsten Herausforderungen unserer Zeit finden. Der parlamentarische Prozess dahin ist bestimmt von Debatten, Ausschussarbeit, Gesetzesvorlagen, Abstimmungen. Sachlich und umsetzbar soll diese Arbeit sein, für Bürgerinnen und Bürger verständlich und doch mit Visionen und Gestaltungskraft gespickt. Nicht oft, aber immer wieder werden neue Parteien Teil dieses demokratischen Uhrenwerks und stellen seine Leistungsfähigkeit auf die Probe.

 

Nach dem Einzug der AfD in verschiedene Landes- und Kommunalparlamente begann der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Hafeneger zu untersuchen, mit welchen Themensetzungen, Fragestellungen und Methoden die Partei im parlamentarischen Alltag auf sich aufmerksam machte. Die Ergebnisse dieser Studie sollen im Workshop vorgestellt und diskutiert werden. Praktische Impulse kommen von der Initiative Kleiner Fünf, die sich für die Streitkultur im Alltag insbesondere im Engagement gegen Rechtspopulismus, Ausgrenzung und Hass einsetzt.

 

REFERENTEN:
Prof. Dr. Benno Hafeneger ist Professor für Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt "Jugendforschung und Jugendbildung" an der Philipps-Universität Marburg. Seine Forschung und zahlreiche Publikationen konzentrieren sich auf die Themen Jugend und Jugendkulturen, Jugend und Rechtsextremismus und außerschulische Jugendbildung.

Ulrich Berger ist Mitglied von „Kleiner Fünf“, einer Initiative, die sich gegen Rechtspopulismus, Ausgrenzung und Hass einsetzt. Ihre Engagierten suchen die Auseinandersetzung mit rechtspopulistischen Parolen und Forderungen – sachlich, zuversichtlich und radikal höflich. So finden sie die besseren Argumente für hitzige Gespräche, egal ob im Alltag, im Internet, auf der Familienfeier oder bei der Arbeit.

 

MODERATION:

Anne Rolvering leitet seit 2013 die Schwarzkopf-Stiftung, die junge Europäer motiviert und befähigt, sich gesellschaftspolitisch zu engagieren und Europa aktiv mitzugestalten. Davor war sie in verschiedenen Positionen bei der Stiftung Mercator tätig, zuerst als Büroleiterin der Geschäftsführung, später verantwortete sie die Arbeit der Stiftung in Europa, in der Türkei und China. Sie sammelte im Jüdischen Museum Berlin und im Zentrum für Audience Developement der Freien Universität Berlin als Projektmanagerin Arbeitserfahrung. Anne Rolvering wuchs in Luxemburg auf, studierte Rechts-wissenschaften an der Albert-Ludwig-Universität Freiburg sowie Kultur- und Medienmanagement an der FU Berlin.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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