Diskussionsraum 02
Naturschutz ja, Neonazis nein

Ökologie und Umweltschutz, das schienen immer von den Grünen gesetzte und damit eher linke Themen zu sein. Dass es auch einen von den Rechtspopulisten und Rechtsextremisten protegierte Naturschutz-Bewegung gibt, wurde dagegen weitgehend übersehen. Dabei hat das Thema eine lange Tradition und war auch schon in der Ideologie der Nationalsozialisten verankert. Wie „rechte Ökologie“ identifiziert werden kann, erläuterte der Historiker und Kommunikationswissenschaftler Dr. Nils Franke. Er nahm eine Analyse des Gedankengutes vor und gab wertvolle Hinweise, wie sich die rechtsextremistischen Denkfiguren im Natur- und Umweltschutz verstehen und erkennen lassen. Nur selten tragen ihre Projekte offensichtlich die Handschrift der rechtsextremistischen Demagogen.

Viele Teilnehmende zeigten sich überrascht, wie konsequent die Nazis Naturschutz als Heimatpflege propagierten, und wie es die „Neue Rechte“ jetzt versteht, die Argumentationsmuster ihrer Vorväter nahtlos in die eigenen Programme zu integrieren. Gemeinsam mit dem Referenten übten sie Formen und Optionen von Widerspruch und Gegenargumentation, um im öffentlichen Diskurs den Manipulationen der Rechten entgegentreten zu können.


Referent: Dr. Nils M. Franke
Moderation: Melanie Hermann

 

 

 

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