Werte in der Wehr

Der Alltag in der Feuerwehr stellt viele vor Herausforderungen: Wie gehe ich mit Hilfesuchenden und Kamerad/-innen um? Wie bereite ich Aktivitäten vor und bin eine gute Führungskraft für andere Menschen? Die übergeordnete Frage dabei ist: Welche Werte leiten mich eigentlich an? Drei Referenten zeigen auf, wie eine Feuerwehr gut funktionieren kann. Sie diskutieren Beispiele aus dem Alltag und thematisieren auch, wie sich andere für Ehrenamt in der Feuerwehr motivieren lassen. Die Tipps lassen sich auch auf andere Vereine und Verbände übertragen.

Dieser Workshop wurde durch die Projektverantwortlichen der Feuerwehrverbände mit Fokus auf ihre Mitglieder konzipiert. Die Teilnahme steht aber allen Gästen der Nah Dran-Tagung offen.

 

REFERENTEN:

Bernd Kramp studierte Bauingenieurwesen, bevor er 1983 die Ausbildung zum feuerwehrtechnischen Beamten im gehobenen Dienst bei der Branddirektion Karlsruhe absolvierte. Er ist bei der Berufsfeuerwehr Karlsruhe im aktiven Einsatzleitdienst tätig und für die Ausbildung sowie für die Brandschutzerziehung der freiwilligen Feuerwehren in Karlsruhe verantwortlich. Seit 1992 ist er Mitglied des gemeinsamen Ausschusses Brandschutzerziehung und -aufklärung des Deutschen Feuerwehr Verbandes und der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. Seit 2010 ist er Vorsitzender der Christlichen Feuerwehrvereinigung e.V. in Deutschland.

Dr. Christoph Lamers hat in Aachen Physik studiert und zunächst an Forschungsinstituten in Jülich und Grenoble als Wissenschaftler gearbeitet. Nach seiner Ausbildung für den höheren feuerwehrtechnischen Dienst hat er sich als Dozent am Institut der Feuerwehr (IdF) Nordrhein-Westfalen intensiv mit Fragen der Menschenführung und der Ausbildung im Feuerwehrdienst auseinandergesetzt. Aktuell leitet er das Dezernat für Krisenmanagement und Forschung am IdF NRW. Schwerpunkte seiner jetzigen Tätigkeit sind die Ausbildung von Führungs- und Krisenstäben, die Koordination wissenschaftlicher Aktivitäten und der Bevölkerungsschutz auf europäischer Ebene.

Daniel Nydegger ist Mitautor des Buches „Ethik in der Feuerwehr“. Mit dem Ethik-Projekt von der Christlichen Feuerwehrvereinigung e.V. verband er Hobby und Beruf miteinander. Er studierte Theologie an der STH in Basel und ist seit 9 Jahren Pastor in der Freien Evangelischen Gemeinde in Bubikon (Schweiz). Bereits im Studium faszinierte ihn das Fach Ethik und auch in seiner beruflichen Tätigkeit wird er immer wieder mit ethischen Fragestellungen konfrontiert. In der Freizeit engagiert er sich bei der Freiwilligen Feuerwehr in Bubikon, wo er Ende des Jahres zum stellvertretenden Zugchef befördert wird.

 

MODERATION:

Anja Rödiger-Erdmann ist seit 2011 Projektreferentin im Thüringer Feuerwehr-Verband und leitet das Projekt „Einmischen, Mitmachen, Verantwortung übernehmen – demokratiestarke Feuerwehren in Thüringen“. Die Erziehungs- und Sozialwissenschaftlerin ist selbst seit fast 20 Jahren Feuerwehrfrau. Sie erarbeitet Bildungs- und Qualifizierungsangebote, leitet Unterrichtseinheiten an der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule und berät Feuerwehrangehörige bei konkreten Fragen und Problemen. Hinzu kommt die Planung und Durchführung beteiligungsorientierter Veranstaltungsformate für alle Zielgruppen innerhalb der Feuerwehren.

Ingo Bröcker ist studierter Betriebswirt und ausgebildeter Mediator. Beim Landesfeuerwehrverband Brandenburg arbeitet er als Projektleiter von "Ohne Blaulicht". Das Projekt bildet aus, berät und informiert. Vermitteln, Verbinden, Kooperieren sind seine Stärken, Konfrontationen und Diskussionen weicht er jedoch nicht aus. Das Zitat von Frau Prof. Dr. Elisabeth Lukas: "Wenn der Zufall einen Sinn hat, dann ist es unsere Reaktion darauf!" - inspiriert ihn seit Langem. In der FFW Potsdam engagiert er sich ehrenamtlich als Notfallseelsorger und ist aktives Mitglied im Einsatznachsorgeteam (ENT) Brandenburg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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