HR08: Gemeinsam für den ländlichen Raum

Sehr viele machen sich dafür stark, dass das Leben im ländlichen Raum lebendig bleibt. Doch mitunter fällt es schwer, den Überblick zu behalten, welches Landes-, Bundes- oder EU-Programm nun welches Geld gibt und wer wo aktiv ist. Die Lokalen Partnerschaften für Demokratie (PfD) im Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ und die Lokalen Aktionsgruppen (LAG) im europäischen LEADER-Programm sind zwei bundes- bzw. europaweitweit geförderte Strukturen. Mit ihrer Arbeit gestalten sie den ländlichen Raum aktiv mit und tragen dazu bei, dass Orte lebendig und lebenswert bleiben. Beide Strukturen bieten vielfältige Synergie- und Vernetzungspotentiale auch mit den Programmakteuren von „Zusammenhalt durch Teilhabe“. Bisher ist eine Zusammenarbeit in vielen Regionen allerdings kaum ausgeprägt und mögliche Kooperationspotentiale bleiben ungenutzt. Wie Zusammenarbeit gelingen kann, zeigt dieser Workshop – anhand eines anschaulichen Beispiels aus Thüringen. Im World Café können dann konkrete Erfahrungen ausgetauscht werden - Tipps für korrekte zuwendungsrechtliche Kooperationen inklusive.

 

REFERENTEN:

Ines Kinsky arbeitet seit 2005 in der Funktion eines Regionalmanagers im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Seit 2008 koordiniert sie hier den Einsatz von europäischen Fördermitteln aus dem Bereich des ELER Fonds. Beruflicher Hintergrund: Ausbildung als Dipl.-Ing. Stadt- und Regionalplanung, Abschluss 1992 an der Bauhaus-Uni Weimar, Eintragung bei der Architektenkammer Thüringen als 'Freier Stadtplaner'. Engagement in Vereinen und Initiativen – u.a. Zukunftswerkstatt Schwarzatal e.V., Landkultur Domäne Groschwitz e.V., Thüringer Berufsverband Landwirtschaft und ländlicher Raum e.V., Mitglied der Evangelisch-Lutherischen Kreissynode Weimar.

Sebastian Heuchel hat Politikwissenschaft, Soziologie und Rechtswissenschaft studiert. Seit 2011 beschäftigt er sich schwerpunktmäßig mit den Auswirkungen des demographischen Wandels in ländlichen Räumen. Seit 2015 ist er bei der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gGmbH im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben“ für die Koordinierung der „Lokalen Partnerschaft für Demokratie“ (PfD) Saalfeld-Rudolstadt zuständig. Deren Arbeit widmet sich vor allem dem Erhalt und der Stärkung demokratischer Strukturen und Handlungsweisen im ländlichen Raum. Im Rahmen dieser Tätigkeit betreut er das regionale Jugendforum und den „Zukunftsladen“ in Saalfeld.

 

MODERATION:

Friederike Petersen ist Referentin im Arbeitsbereich „Demokratiestärkung im ländlichen Raum“ beim Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement. Als nordfriesisches Küstenkind kennt sie das Leben auf dem Land auch in der Praxis. Im Team arbeitet sie aus Berlin heraus bundesweit daran, zu den besonderen Herausforderungen ländlicher Räume verschiedene Akteure in den Austausch zu bringen: aus Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie machen die Bedeutung von Engagement und Partizipation für demokratische, inklusive Gemeinwesen vor Ort sichtbar. Petersen studierte Politik- und Islamwissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Andreas Pautzke war 1990 Mitinitiator der öffentlich-rechtlichen „Stiftung Demokratische Jugend“, die er bis 2009 als Geschäftsführer leitete. Die Stiftung war u.a. Regiestelle für das Bundesprogramm „CIVITAS - initiativ gegen Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern“. 2009 leitete er das „Nationale Forum für Engagement und Partizipation“ im Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement BBE; er ist seitdem dessen stellvertretender Geschäftsführer und seit 2010 zudem Prokurist der BBE Geschäftsstelle gGmbH. Seit 2015 leitet er dort auch den Arbeitsbereich „Demokratiestärkung im ländlichen Raum“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“ des BMFSFJ.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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